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GebärdensprachdolmetscherInnen dolmetschen

  • aus der Deutschen Lautsprache in die Deutsche Gebärdensprache (DGS) und umgekehrt
  • aus der Deutschen Lautsprache in Lautsprachbegleitende Gebärden (LBG) und umgekehrt
  • unter Einbeziehung des Fingeralphabetes

Einzelne DolmetscherInnen dolmetschen auch aus dem Englischen und Französischen in die Deutsche Gebärdensprache.

Gebärdensprachdolmetschen – Was ist das?

Gebärdensprachdolmetschen entspricht dem Dolmetschen zwischen gesprochenen Sprachen. Das heißt beispielsweise:

  • durch die/den DolmetscherIn wird die Kommunikation zwischen verschiedensprachlichen Gesprächspartnern ermöglicht; oder
  • ein Vortrag kann simultan in eine oder mehrere andere Sprachen gedolmetscht werden und wird somit einem breitem Publikum zugänglich gemacht.

Um Inhalte dolmetschen zu können, müssen DolmetscherInnen nicht nur die entsprechenden Sprachen beherrschen, sondern auch kulturelle Kompetenzen besitzen und über das jeweilige spezielle Fachwissen und ebensolchen Fachwortschatz verfügen.
Zu den Arbeitssprachen von GebärdensprachdolmetscherInnen gehören also mindestens jeweils eine Laut- und eine Gebärdensprache. Weiterhin kennen sie sich mit den entsprechenden kulturellen Unterschieden aus.

Anlässe, bei denen GebärdensprachdolmetscherInnen eingesetzt werden können:

  • Versammlungen (Betriebs- oder Vereinsversammlungen, Elternabende)
  • Teambesprechungen am Arbeitsplatz
  • Rechtsanwalts-, Notar-, Versicherungs-, Arztbesuche
  • Behördengänge
  • kulturelle Veranstaltungen (z.B. Theatervorstellungen)
  • Kommunikationsforen
  • Schul-, Universitäts-, Fachhochschulbesuche
  • Schulungen, Aus-, Fort- und Weiterbildungen
  • politische Veranstaltungen
  • bei Gericht und Polizei

GebärdensprachdolmetscherInnen unterliegen der Schweigepflicht und richten sich nach der Berufs- und Ehrenordnung für GebärdensprachdolmetscherInnen und ÜbersetzerInnen.

Anmerkungen zur Kommunikation mittels Dolmetscher

Sprechen Sie Ihre Gesprächspartner direkt in der 2. Person Singular an, denn die/der DolmetscherIn nimmt innerhalb des Dolmetschprozesses eine neutrale Rolle ein und übersetzt das von Ihnen Gesagte in der Ich-Form.
Sie brauchen, während Sie sprechen/gebärden, keine besondere Rücksicht auf die DolmetscherInnen nehmen. Sollte es einmal zu schnell gehen oder zu Verständnisproblemen kommen, werden die DolmetscherInnen Ihnen dies signalisieren.

Wo kann man DolmetscherInnen bestellen?

In einigen Bundesländern gibt es Dolmetschervermittlungsstellen.
Achtung: Dolmetschaufträge sollten rechtzeitig erteilt (ca. 4 Wochen vor Einsatz) bzw. abgesagt werden. Aufträge, die kurzfristig abgesagt werden, können trotzdem in Rechnung gestellt werden.