22.11.2009
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Referat AFW

Der Beruf der Gebärdensprachdolmetscherin ist in Deutschland noch relativ jung.

Traditionell haben diese Tätigkeit hörende Kinder gehörloser Eltern (CODAs) oder Menschen, die im pädagogischen, religiösen oder sozialarbeiterischen Bereich mit Gehörlosen arbeiten, ausgeübt.

Erst die linguistische Erforschung der Gebärdensprache und eine stärker werdende Emanzipationsbewegung innerhalb der Gehörlosengemeinschaft hat in den 1990er Jahren dazu geführt, daß an der Universität Hamburg erstmals ein Diplomstudiengang Gebärdensprachdolmetschen angeboten wurde. Weitere Studiengänge wurden seitdem an den Fachhochschulen Magdeburg-Stendal und Zwickau sowie der Humboldt-Universität Berlin eingerichtet.

Für die bereits tätigen Dolmetscherinnen bestand der Bedarf an formeller Qualifizierung, der durch berufsbegleitende Weiterbildungen gedeckt werden sollte.

Dolmetschen ist das Herstellen von Kommunikation zwischen Menschen unterschiedlicher Sprache und kultureller Herkunft und bedeutet ein ständiges Einarbeiten in Situationen und Sachgebiete. Lebenslanges Lernen und die Bereitschaft zur Weiterbildung ist für eine Dolmetscherin unerläßlich.

Bei den freien Berufen kommt der berufsständischen Vertretung eine zentrale Rolle zu bei der Regelung der Ausbildung und des Zuganges in den Beruf.

Das Referat AFW des BGSD ist für alle Fragen der beruflichen Aus-, Fort- und Weiterbildung zuständig. Zu den Aufgaben gehört die Klassifizierung von Ausbildungen und Qualifizierungsmaßnahmen. Es koordiniert und organisiert Weiterbildungsangebote für Gebärdensprachdolmetscherinnen.

Kontakt: afw@bgsd.de